Dachklimaforschung für den perfekten Dachgarten

Bei der Planung eines Dachgartens für Ihre Kunden investieren Sie viel Zeit und Mühe, um sicherzustellen, dass jede Pflanze an ihrem idealen Standort wächst. Pflanzen, die Schatten und feuchten Boden bevorzugen, sollten idealerweise nicht in voller Sonne gepflanzt werden. Doch manchmal entspricht dieser sorgfältig durchdachte Plan nicht der Realität – und bringt unangenehme Überraschungen mit sich.
Das Anlegen der Basis eines bepflanzten Dachs kann fast das ganze Jahr über erfolgen. Doch das eigentliche Bepflanzen des Substrats sollte auf den Spätherbst bis zum frühen Frühling verschoben werden. Dies gibt Ihnen eine großartige Gelegenheit, die natürlichen Bedingungen auf dem Dach Ihres Kunden zu überwachen!
In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie Sie die richtigen Klimastudien für einen Dachgarten durchführen können.
Vermeiden Sie vergeilte Sukkulenten
Nicht alle Bereiche eines Dachs erhalten die gleiche Menge an Sonnenlicht, weshalb eine genaue Klimaanalyse des Dachs so wichtig ist. In manchen Fällen werfen umliegende Gebäude große Schatten auf Teile des Dachs. Es wäre eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen, in diesen schattigen Bereichen sonnenliebende Sukkulenten zu pflanzen. Pflanzen, die eher schattige Standorte bevorzugen, wie beispielsweise das Duftveilchen (Viola odorata), würden hier wesentlich besser gedeihen.
Als Dachgartenbauer müssen Sie Ihre Kunden oft nach der Sonneneinstrahlung auf dem Dach befragen. Leider haben viele Kunden kein genaues Bild davon oder überschätzen die tatsächliche Menge an Sonnenlicht, die ein bestimmter Bereich erhält. Das blinde Bepflanzen mit Sedummatten kann so schnell zu einer vergeilten Katastrophe führen.
Speziell entwickelte PAR-Lampen oder Sonnenlicht liefern das richtige Lichtspektrum für ein gesundes Pflanzenwachstum. Um sicherzustellen, dass Sie die richtige Vegetation am richtigen Standort platzieren, ist es sinnvoll, eine detaillierte Analyse darüber durchzuführen, welche Teile des Dachs wie viel Sonnenlicht erhalten – indem Sie Ihren Dachgarten überwachen.
Für eine solche Untersuchung sollte ein PAR-Sensor in das unbepflanzte Substrat eingesetzt werden. Platzieren Sie den Sensor in den verschiedenen Zonen und sammeln Sie mindestens eine Woche lang Daten pro Zone. Am Ende Ihrer Untersuchung können Sie diese Messwerte in Ihren Plan aufnehmen, um genau zu bestimmen, welche Pflanzen wo gepflanzt werden sollten.
Lassen Sie sich nicht vom Wind überraschen
Ein Dachgarten (oder ein intensives Gründach) ist oft durch kleine Bäume und Sträucher gekennzeichnet. Besonders auf großen Gebäuden in luftiger Höhe muss der Wind berücksichtigt werden. Man kann nicht einfach einen Baum auf einem 30-stöckigen Gebäude pflanzen, ohne sich vorher Gedanken zu machen. Wie stark ist der Wind an diesem Standort? Wie oft treten starke Winde auf? Welche Windgeschwindigkeiten herrschen hier? Oder noch wichtiger: Welcher Standort ist windtechnisch am besten für die Pflanzung geeignet?
Ein Windmesser oder Windsensor kann Ihnen diese wichtigen Daten liefern, indem er Windgeschwindigkeit und Windrichtung misst. Wird er während der windigsten Jahreszeit installiert, erhalten Sie eine ziemlich genaue Vorstellung davon, welchen Herausforderungen Ihr Dachbaum ausgesetzt sein wird. Dies hilft Ihnen auch bei der Entscheidung, wie stabil die Verankerung des Baumes sein muss.
Wenn Sie sich dafür entscheiden, eine Wetterstation zu installieren, um Wind zu messen und zu überwachen, können Sie gleichzeitig weitere interessante Parameter erfassen: Niederschlagsmenge, Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.
Kein ertrunkenes Sedum oder vertrockneter Sonnenhut
Ein typisches extensives Gründach ist bekannt für seine große Vielfalt an kleinen Sedumpflanzen. Halbextensive Dachgärten hingegen enthalten oft auch krautige Pflanzen wie Gaura, Echinacea und Verbena. Diese gedeihen besser mit etwas mehr Feuchtigkeit im Substrat, während Sedum-Pflanzen äußerst robust sind.
Unvorhergesehene Faktoren wie Regenrinnenauslässe auf dem Dach können jedoch unsere sorgfältige Planung durcheinanderbringen. Gleichzeitig übersehen wir manchmal eine Mauer oder ein höheres Dach, das verhindert, dass Regen das Gründach erreicht.
Um sicherzustellen, dass Ihre krautigen Pflanzen die richtige Menge an Feuchtigkeit erhalten, ist es ratsam, Bodenfeuchtigkeitsmessungen in den geplanten Pflanzzonen durchzuführen. Dasselbe gilt für trockenere Zonen, die für Sukkulenten vorgesehen sind, da diese Pflanzen niemals in zu feuchtem Boden stehen sollten. Je gesünder die Pflanzen sind, desto widerstandsfähiger sind sie gegenüber Schädlingen und Krankheiten.
Die Messung und Überwachung der Bodenfeuchtigkeit im unbepflanzten Substrat vor der Bepflanzung gibt Ihnen die Möglichkeit, die besten Pflanzen für die jeweiligen Zonen auszuwählen. Ein Bodenfeuchtesensor erfasst Daten über die natürlich vorkommende Feuchtigkeit auf Ihrem Gründach. Über einen längeren Zeitraum hinweg liefern diese Daten wertvolle Einblicke darüber, wie schnell die Bodenfeuchtigkeit im Verhältnis zur Temperatur abnimmt. Eine optimierte Bepflanzung bedeutet auch, dass der Bewässerungsaufwand später reduziert wird – was das Gründach noch umweltfreundlicher und wassersparender macht!

Warum Reporter?
Natürlich könnten Sie mehrere separate Sensormodule kaufen, um Bodenfeuchtigkeit, PAR-Werte oder Wind auf Ihrem Dachgarten zu messen. Aber sammeln diese Geräte ihre Daten zentral an einem Ort? Können sie Ihnen historische Daten anzeigen?
Reporter ist das Werkzeug, das Ihnen hilft, Ihre Kunden optimal zu beraten. Es ermöglicht den Anschluss von bis zu vier Sensoren an ein Modul. Zum Beispiel ein Wettersensor, zwei Bodenfeuchtesensoren und ein PAR-Sensor. Das Fernüberwachungssystem Reporter sendet seine Messwerte in Echtzeit an die Cloud (Crodeon Dashboard), sodass Sie Ihr Gründach rund um die Uhr online überwachen können. Das System ist wasserdicht, mobil und autark, da es über eine integrierte SIM-Karte mit dem Internet verbunden ist. Die Stromversorgung kann über ein Solarpanel oder eine Netzstromquelle erfolgen. Selbst auf den entlegensten Dächern ohne Steckdosen oder mit schlechter WLAN-Verbindung kann Reporter eingesetzt werden.
Die Sensoren sind in beliebigen Kombinationen kompatibel und funktionieren per Plug & Play. Sie können Ihren PAR-Sensor und die Wetterstation also problemlos nach Ihrer Untersuchung wieder entfernen und für das nächste große Projekt nutzen.
Ein weiterer großer Vorteil: Mit Reporter können Sie Alarmschwellen festlegen. Sobald eine Schwelle erreicht wird, sendet Reporter eine Alarmbenachrichtigung an Ihr Telefon. So können Sie sofort reagieren!
Starten Sie Ihre Dachklimaforschung
Verlieren Sie keine Zeit und kein Geld mit dem Nachpflanzen gescheiterter Vegetation, wenn Sie mit einer einfachen Untersuchung im Voraus solche Probleme vermeiden können. Reporter unterstützt Sie bei der Dachklimaforschung und hilft Ihnen, Ihr Gründach-Projekt zu optimieren.
Zögern Sie nicht, uns über Kontakt zu erreichen, falls Sie Fragen haben.
Lesen Sie mehr über Gründächer: